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  • Blutegeltherapie

Der Blutegel (Hirudo medicinalis) ist ein seit Jahrtausenden bekanntes Heilmittel.

Nachdem der Blutegel Mitte des 19ten Jahrhunderts durch stark übertriebenen Einsatz in Verruf geraten und vom Aussterben bedroht war, erlebte sein Einsatz in den 80er Jahren ein „Comeback“.

Seitdem wurde und wird die Blutegeltherapie genauer erforscht, woraus sich viele Erkenntnisse zur Wirkungsweise ergeben haben, die alte Vorurteile ausräumen konnten.


Bei welchen Erkrankungen ist eine Behandlung mit Blutegeln sinnvoll?
  • Gelenkerkrankungen wie:
    • Arthrose
    • Arthritis
    • HD
    • Spat
    • Hufrollenerkrankung
  • Rückenerkrankungen wie:
    • Diskopathien
    • Spondylosen
    • Starken Muskelverspannungen
  • Sehnenerkrankungen
  • akute Hufrehe
  • Abszesse
  • großflächige Hämatome
  • Entzündungsprozesse.
Die Blutegeltherapie ersetzt nicht die klassische Tiermedizin, kann aber die Therapie unterstützen und den Heilungsverlauf beschleunigen.


Wie läuft eine Blutegeltherapie ab?

Da Blutegel sehr empfindsam auf Gerüche reagieren, sollte das Areal, auf das die Blutegel gesetzt werden, min. 2 Tage vorher nicht mehr mit Salben, Sprays oder ähnlichem behandelt werden. Stark riechende Salben (z.B. menthol- oder kampferhaltige Salben) sollten möglichst eine Woche vorher nicht in dem zu behandlenden Gebiet eingesetzt werden.

Je nach zu behandelnder Tierart und Erkrankung werden pro Sitzung 2-6 Blutegel angesetzt.

Der Biss des Blutegels ist nicht sonderlich schmerzhaft. Allerdings kann es im Verlauf der Behandlung zu einem leichten Jucken kommen. Der Blutegel besitzt 3 sternförmig angeordnete Kiefer mit vielen kleinen Kalkzähnchen, mit denen er sich durch die Haut arbeitet. Dadurch sieht die Bissstelle einem „Mercedesstern“ ähnlich.

Die Blutegel saugen nach dem Biss für ca. 30 bis 60 Minuten. Dabei halten sie sich mit ihren 2 Saugnäpfen am Patienten fest. Während dieser Zeit sollte man sie nicht stören. Außerdem sollte der Saugvorgang nicht künstlich unterbrochen werden. Am Ende des Saugvorgangs lösen sich die Blutegel von alleine.

Die Wirkung des Blutegelbisses beruht auf zwei Komponenten. Hauptsächlich auf der Injektion des Speichels, der eine Reihe von heilsamen Substanzen (u.a. Hirudin, Calin, Hyaluronidase, Eglin, Bdellin, Apyrase, Kollagenase)enthält, die unter anderem gerinnungshemmend, entzündungshemmend und schmerzstillend wirken, zum anderen auf dem Blutentzug, verbunden mit dem Absaugen von evtl. vorhandenen Thromben.


Gibt es Nebenwirkungen?

Bei dieser Therapie treten nur sehr selten Nebenwirkungen auf. Es kann jedoch zu folgenden Nebenwirkungen kommen:
  • Verlängerte Nachblutung
  • Juckende Hautrötungen um die Bissstelle
  • Pigmentstörungen oder Narbenbildung an der Bissstelle
  • Infektion an der Bissstelle.

Gegenanzeigen für eine Blutegeltherapie
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Deutliche Blutarmut (Anämie)
  • Bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe
  • Ausgeprägte Wundheilungsstörungen
  • Starke Immunschwäche.
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