Akupunktur      Chiropraktik     prakt. Tierärztin
 


  Das Leben besteht in der Bewegung.
Aristoteles, (384 - 322 v. Chr.)
 




  "Erlanget Wissen über das Rückgrat, denn von diesem gehen viele Krankheiten aus"
Hippokrates
 




  Chiropraktik

Der Begriff „Chiropraktik“ stammt von den griechischen Wörtern „cheir“ = Hand und „praxis“ = Handeln / Tätigkeit ab.

Chiropraktik ist eine manuelle Behandlungsmethode, d.h. die Untersuchung und auch die Behandlung werden ausschließlich mit den Händen durchgeführt.

Ziel der Chiropraktik ist es, über das Lösen von sogenannten Blockaden Funktionsstörungen des Nervensystems zu beheben und für einen ungestörten Informationsfluss innerhalb des Nervensystems zu sorgen. Die Chiropraktik ersetzt die klassische Veterinärmedizin nicht, sondern ergänzt diese. Sie bietet erweiterte Diagnose- (Blockaden sind auf einem Röntgenbild o.ä. nicht darstellbar) und Behandlungsmöglichkeiten.

Außerdem ist sie auf dem Gebiet der Prävention (Krankheitsvorbeugung) einsetzbar, d.h. schon bevor sich Funktionsstörungen zu manifesten Schäden entwickelt haben, können diese erkannt und behandelt werden.


Was ist eine Blockade?

Unter einer Blockade versteht man ein in seinem normalen Bewegungsradius eingeschränktes Gelenk.

Mögliche Ursachen von Blockaden:
  • Traumata, wie z.B. Ausrutschen, Stürze, Unfälle, Festliegen
  • Lahmheiten oder Störungen bestimmter Körperfunktionen, die zu Schonhaltungen oder Fehlbelastungen anderer Bereiche führen
  • Narkosen
  • sportliche Leistung, da mit jeder Disziplin spezifische Belastungen bestimmter Gelenke einhergehen
  • Transport
  • schlecht passende Ausrüstung, wie ein nicht passender Sattel, oder ein kneifendes Brustgeschirr
  • nach Operationen
  • nach längeren Erkrankungen
  • bei älteren Tieren, …
Auf die Gelenke der Wirbelsäule wird in der Chiropraktik besonderes Augenmerk gelegt, weil zwischen den Wirbeln die Austrittsstellen der Nerven aus dem Rückenmark liegen.

Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäulengelenke können zu Druck auf diese aus dem Rückenmark austretenden Nerven (Spinalnerven) führen. Ein Nerv, auf den Druck ausgeübt wird, kann den Informationsfluss des Nervensystems nicht mehr im normalen Umfang weiterleiten – es entsteht eine sog. Funktionsstörung.

Eine kleine Funktionsstörung kann schon vielfältige Auswirkungen haben, da ein Spinalnerv sich in 3 Äste aufteilt. Ein Ast versorgt ein Hautareal, ein weiterer bestimmte Muskulatur und der Dritte ein Organ.

Mögliche Symptome einer Blockade:
  • Schmerzen, v.a. Rückenschmerzen
  • unklare Lahmheiten
  • Steifheit
  • Haltungsanomalien, wie Beckenschiefstand, schiefe Haltung insgesamt
  • Verspannungen
  • Muskelatrophie (Muskelschwund)
  • herabgesetzte Leistungsfähigkeit
  • Verhaltensänderungen
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Rittigkeitsprobleme
  • Taktfehler
  • Kopf- oder Schweifschlagen
  • unspezifischer Juckreiz
Ein blockiertes Gelenk ist nicht mit einem „ausgerenkten Gelenk“ zu verwechseln. Bei einem „ausgerenkten“ Gelenk sind die Anteile des Gelenkes aus ihrer normalen Position herausgerissen und haben keinen Kontakt mehr zueinander. Da dies meist mit schweren Schädigungen des Gelenkes einhergeht, stellt ein ausgerenktes (=luxiertes) Gelenk einen tiermedizinischen Notfall dar.


Wie läuft eine chiropraktische Behandlung bei mir ab?

Zuerst erstelle ich mit Ihnen einen ausführlichen Vorbericht.

Es folgen eine Beurteilung des Tieres im Stand und eine Ganganalyse.

Für den Fall, dass die Probleme nur bei bestimmten Situationen auftreten, möchte ich Ihr Tier auch in diesen Situationen (z.B. bei der Arbeit) sehen. Die Blockaden erfühle ich, in dem ich jedes Gelenk passiv in seine möglichen Bewegungsrichtungen bewege. Habe ich eine Blockade entdeckt, so löse ich sie mittels dem sog. „Thrust“.

Der Thrust ist ein schneller Impuls mit den Händen, der innerhalb des normalen Bewegungsspielraumes des Gelenkes und in eine von den Gelenkflächen vorgegebene Richtung erfolgt.

Für den Thrust wird immer möglichst gelenknah (sog. Kurzhebeltechnik) angesetzt und das Gelenk zunächst passiv vorgedehnt. So ist es möglich, dass der Impuls sehr dosiert nur auf ein bestimmtes Gelenk einwirkt. Daher ist zum Lösen von Blockaden keine große Kraft nötig.

Voraussetzung sind jedoch genaue Kenntnisse der anatomischen Gegebenheiten und eine spezifische Technik. Da der Impuls (Thrust) zum Lösen von Blockaden nur den physiologischen (normalen) Bewegungsspielraum eines Gelenkes ausnutzt, kann ein Gelenk durch mehrfache Manipulation nicht „ausleiern“.

Neben dem Thrust setzte ich bei der Behandlung ebenfalls Cranioskrale und Osteopathische Behandlungsmethoden sowie Kinesiologie und Massage ein.
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